St. Blasius

Schützenbruderschaft Kinzweiler 1718 e.V.

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Rittergut Burg Kinzweiler - Geschichte -

Geschichte unseres Ortes; Historisch aufgearbeitet; Quellen: Bücherband I-III Josef Granrath; weitere Literatur / Wikipedia etc.

 

Das Rittergut Burg Kinzweiler liegt  an der Nordostseite des Ortes an der alten Landstraße L240 Eschweiler - Alsdorf-Warden , der heutigen Wardener Str.. Die Burg liegt mit den Koordinaten 50.845974, 6.22067  187m ü. NN. Von der einstmals mächtigen Burganlage ist heute nur noch das Herrenhaus vorhanden und erinnert an längst vergangene Zeiten und Herrlichkeiten. In Kinzweiler wird es einfach nur noch die "Burg" genannt. 

 

Um das Jahr 1456 kommt Dietrich von Palant in den Besitz der beiden alten Burghäuser und damit in den Besitz der gesamten Herrlichkeit Kinzweiler.. Beide Herrschaftshäuser auf den heutigen Motten Kalvarienberg und Mühlenbongert, welche seinerzeit wahrscheinlich schon verlassen waren, die Dietrich von Palant in Besitz nahm; gebot Dietrich von Palant einen Neubau eines neuen zentralen Hauses. Beide Motten sind bis heute noch gut erhalten.

Gegen Ende des 15. Jhdt. entstand die dritte Burganlage der Herren des Hauses Kinzweiler. Sie steht am Ende der langen Entwicklung der Herrschaft und ist genauso mit einem System aus Wassergräben umgeben, wie die beiden älteren Burgen in Kinzweiler und den benachbarten Burgen aus den Nachbarorten Lürken und Laurenzberg, die ebenfalls vom Merzbach gespeist wurden. Sie war ein Herrschaftshaus und Burganlage, jedoch hat man zu derzeit noch keinen großen Wert auf die Verteidigungsmaßnahmen gelegt. Wobei vorhanden Schießscharten oder Schießscharten ähnliche Öffnungen, die später zu Fenstern ausgebaut wurden, erinnern.

Dietrich von Palant ließ hier in der flachen Ebene des Merzbaches eine feste Schutz- und Trutzburg entstehen, denn der Fortschritt in der Waffentechnik des Mittelalters, besonders die Entwicklung der Schußwaffen machte im Kriegsfalle die Verteidigung einer Burg im Flachland weitgehend unmöglich. Lediglich der Schutz gegen feindliches Gesindel und Raubüberfälle durch die bauliche Gestaltung konnte aufrechterhalten werden. Die Burg ist lediglich eine Verwaltungszentrale für seine Güter, ein Haus mit Wohnkomfort und zur Repräsentation; worauf sich der Landadel immer mehr konzentrierte. Der Burg angegliedert ist ein großer , in zwei Vorburgen untergebrachter landwirtschaftlicher Betrieb. 

Burg und Herrschaft blieben über ein Jahrhundert im Besitz des Dietrich von Palant und seiner Nachkommen und Erben.Ein Floris von Palant wurde im Oktober 1555 zum Graf von Culenberg erhoben und vom Kaiser persönlich zum Ritter geschlagen. Er erhielt 1556 die Belehnung mit den Gütern Kinzweiler. Er war ein eifriger Anhänger der Reformation und begründete in Kinzweiler eine ev.-lutherischen Gemeinde. Er richtete für die Prediger eigne Wohn- und Gottesdiensträume auf der Burg ein, wo sie zwischen 1611 und 1802 ihren Gottesdienst verrichteten. Hier sind 16 Prediger bekannt. Dieses Recht stand ihnen auch dann zu, wenn ein katholischer Herrscher hier residieren sollte, denn das war durch Vertrag mit der jülicher Hauptgemeinde geregelt. Durch weitere Vererbung kam die Burg in den Besitz des Grafen von Waldeck und Sachsen-Hildburghausen. Um 1747 gelangte die Burg durch Kauf in den Besitz des Kurfürsten Karl-Theodor zu Pfalz-Sulzbach, der auch Kurfürst in Bayern und Herzog von Jülich war.

Kurfürst Karl-Theodor ließ die alte Burg niederreißen und 1773 durch den heute noch bestehenden, barocken, dreiflügeligen Backsteinbau ersetzen. Wobei aber die Bauteile aus dem Untergeschoß erhalten blieben und der neuen Zeit wegen Baufälligkeit und evtl. der Ökonomie angepasst wurden. Insbesondere erhielt das Herrenhaus eine gründliche Modernisierung und herrschaftliche neu Ausstattung. Die Begründung, dass der Neubau erforderlich war liegt nahe, das evtl. durch ein Erdbeben 1755/56 größere Bauschäden aufgetreten waren. Selbst heute berichteten Bewohner aus der Burg, das 1992 beim Erdbeben der Baukörper des Herrenhauses aufgrund seiner Baustatik sich befindend im weichen Untergrund des Burgweihers, sich schwankend bewegt haben soll wie ein Schiff in rauher See.

weiteres folgt ...

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